Zweites gesellschaftliches Adelstreffen der Mitglieder und Sympathisanten
des Polnischen Adelsverbandes im Westerwald.

Am Rande des Rheintals und des Westerwaldes, in einem  375 Jahre altem Gasthof "Zur Burg Grenzau" in Grenzau, unterhalb einer Burgruine, kamen,  in den Tagen vom 21.bis 22. Mai, die Mitglieder und die Sympathisanten des Polnischen Adelsverbandes aus Deutschland zusammen.


Das Schloß zu Sayn, unterhalb der Burgruine der Grafen zu Sayn

          Dieses Treffen, genauso wie das ein Jahr zuvor , soll bewirken, dass sich die Mitglieder näher kennenlernen, persönliche Kontakte knüpfen und  gemeinsam eine schöne Zeit verbringen können, begleitet von interessanten Gesprächen und dem Austausch von persönlichen Erfahrungen.

          Schon ab den ersten Momenten des gemeinsamen Beisammensein, wurde dieses Vorhaben schnell realisiert

 


Gasthof "Zur Burg Grenzau"

Im Gasthof kurz vor dem Mittagessen:

          Die Anwesenden begrüßte, mit einer altpolnischen Begrüßung, der Initiator des Treffens, Mitarbeiter der polnischsprachigen Zeitschriften in Deutschland, Heraldiker, Historiker und Redakteur, Herr Jerzy Marian Kopec h. Kroje (Georg M. von Kopetz). Herr v. Kopetz unterstrich, dass es lobenswert ist, dass 18 Personen zusammen kamen. Obwohl man den Treffpunkt in der Mitte von West Deutschland plazierte, haben manche Personen, dennoch weite Strecken zurückgelegt, um an dem Treffen teilzunehmen. In weiteren Begrüßungsworten übermittelte Herr v. Kopetz den Gästen herzliche Grüße von der Teilnehmerin des vorjährigen Treffens, von der Frau Maria Pawlicka h. Junosza aus Bromberg (Bydgoszcz), von dem Herrn Robert von Kistowski aus Bonn, welcher sehr gerne an der Zusammenkunft teilgenommen hätte, aber verhindert wurde. Weitere Grüße waren von unseren Sympathisanten aus Braslawie (Weißrußland) und von dem Präsidenten der Breslauer Geschäftsstelle, des Polnischen Adelsverbandes, Herrn Mieczyslaw Kopec h. Kroje.

          An dem Treffen nahmen teil, die Mitglieder und Sympathisanten des Polnischen Adelsverbandes : Herr Miroslaw Gutowski h. Slepowron mit Ehefrau Emanuela und zwei Töchtern, Rachel - Deborah und Sarah - Chantal, Herr Georg v. Kopetz mit Ehefrau Regina, Herr Piotr Nowosielski h. Sas mit Ehefrau Anna, Herr Wilhelm Wasilewski h. Ostoja mit Ehefrau Ingrid und Tochter Agnes, Frau Ros Lichtenberger geb. Latoszynski h. Gryf, Herr Josef v. Sarnowski h. Korzbok mit Ehefrau Jolanta aus Rodgau, Herr Tadeusz Frh. v. Lison mit Ehefrau Barbara und Herr Gerd Frh.v. Piwkowski mit Ehefrau Wilma.

 

          Gleich nach der Begrüßung entfachten sich unter den Gästen interessante Gespräche, Diskussionen, ein Austausch der eigenen Erfahrungen auf dem Felde der eigenen, familiären Nachforschungen und über geltende heraldische Gesetze in Deutschland, in Bezug auf die Adelsnamen und die aristokratischen Titel. Man sprach auch miteinander über die Schwierigkeiten verbunden mit dem Forschen in den Archiven im Lande und im Ausland, wie schwer es ist den Zugang zu manchen kirchlichen Büchern zu bekommen, weil die Geistlichen auf die Briefe nicht reagieren und nicht antworten. Die Teilnehmer haben auch über die Nachforschungen in weißrussischen und ukrainischen Archiven berichtet, wie schwer es ist dort zu forschen. Besonders in kleineren Städten oder Ortschaften ist der Zugang sehr schwierig. Leider, immerhin viele Familien, die in Deutschland leben, stammen aus diesen Gebieten.

 

          Aber es ist nicht nur bei den Gesprächen, die sich am ersten Tag, bis in die Nacht ausgedehnt haben, geblieben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen war es auch Zeit  für einen Ausflug. Das Ziel war das Schloß Sayn, in Bendorf / Rhein. Die Gruppe besichtigte den sehr schönen, mit  großer Mühe, wiederaufgebauten Familiensitz des Adelsgeschlechtes zu Sayn - Wittgenstein - Sayn, das übrigens auch mit dem polnischen Adelsgeschlecht der Fürsten Radziwill verwandt ist. Wir besichtigten auch den märchenhaften Schmetterlingsgarten, der Fürstin Gabriela zu Sayn - Wittgenstein - Sayn. Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung zur Burg Eltz, welche von Mittelalter bis heute im Besitz der Grafen zu Eltz ist.

 

 

Im Schmetterlingsgarten der Fürstin Gabriela zu Sayn - Wittgenstein - Sayn

          Diesjähriges und auch vorjähriges Treffen zeigte uns, dass auch in der Zeit des Internets, direkte Kontakte sehr wichtig sind,  und diese dazu beitragen, dass sich Personen kennenlernen, sich näher kommen und es Freundschaften entstehen. Im nächsten Jahr 2006 werden wir wieder diese Anstrengungen unternehmen, um ein drittes Gesellschaftliches Treffen zu organisieren. Vielleicht diesmal in der Zeit vom 10. bis 11. Juni, in einer anderen Region Deutschlands, wie z.B. Schwabenland. Personen die an diesem Treffen interessiert sind, werden früh genug informiert.

 

          Wir können annehmen, dass unserer nächstes Treffen noch größeres Interesse wecken wird, es kommen immer neue Mitglieder hinzu, auch die ständige Informationen über den Polnischen Adel in der polnischsprachigen Zeitschrift " Samo zycie " tragen dazu bei, dass das Interesse für den Polnischen Adelsverband immer größer wird. Die Organisatoren dieses Treffens kommen gerne allen entgegen, die als Nachkommen des adeligen Geschlechts Polens, ein Interesse an unserem Treffen bekunden. Vielleicht wäre es gut, sich vorher einige Gedanken zu machen, über eventuelle Fragen, bestimmte Themen, welche für viele interessant sind und sich dazu richtig vorbereiten, damit die Ausführungen nachher umfassend und zufriedenstellend werden.


Gruppenbild vor dem Schloß der Fürsten zu Sayn - Wittgenstein - Sayn in Bendorf - Sayn
Von Links: Sarah-Chantal Gutowski; Ros Lichtenberger geb. Latoszynski; Josef v. Sarnowski; Barbara Frf. v. Lison; Emanuela Gutowski;
Jolanta v. Sarnowski; Anna Nowosielski; Georg v. Kopetz; Peter Nowosielski; Regina v. Kopetz; Gerd Frh. v. Piwkowski;  Wilma v. Piwkowski;
Miroslaw Gutowski; Ingrid Waltraud v. Piontken-Wasilewski; Agnes Edith Wasilewski-Penkalla.

Die Worte der besonderen Anerkennung möchten wir dem direkten Organisator, dem Herrn Miroslaw Gutowski h. Slepowron und seiner Ehegattin Emanuela aussprechen. Das Ehepaar Gutowski hat schon zum zweiten mal die Rolle der Gastgeber übernommen, sorgten für eine wunderbare Atmosphäre, einen attraktiven Programm und was auch wichtig war, für eine sehr gute regionale Küche. Auch dem Herrn Piotr Nowosielski h. Sas möchten wir herzlichen Dank aussprechen, für seinen mühevollen Einsatz bei den Vorbereitungen zu unserer Veranstaltung. Er kümmerte sich um die Benachrichtigung aller Mitglieder des Verbandes, die in Deutschland leben, führte telefonische Gespräche, schrieb Mails und verschickte Einladungen.

 

Der Erfolg dieses Treffens lässt uns hoffen, dass im nächsten Jahr unser Vorhaben auch ein gelungenes Ereignis wird, und bringt noch eine größere Anzahl der Mitglieder des Polnischen Adelsverbandes und seiner Sympathisanten zusammen. Das kommt uns mit Sicherheit allen zu gute.


Georg M. von Kopetz h. Kroje

 

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3-08-2006