Drittes Adelstreffen der Mitglieder und der Sympathisanten des Polnischen Adelsverbandes
im Sauerland

 

          Diesjähriges, drittes Treffen der Mitglieder und Sympathisanten des Polnischen Adelsverbandes in Deutschland, fand am 09. und 10 September 2006 statt.
          Diesmal kam es zu diesem gesellschaftlichen Treffen in einer anderen Jahreszeit, mitten in Weibersommer und in einer anderen Gegend von Deutschland, als
zuvor
. Für die Zusammenkunft wurde das Sauerland, eine Gegend inmitten von Nordrhein – Westfalen gewählt. Es ist ein bekanntes Erholungsgebiet, rundum den Biggesee (ein Stausee). Das Sauerland mit seiner bezaubernden, mittelbergischen Landschaft und mit den kleinen, versteckten Ortschaften in den grünen Wäldern, auch das schöne Wetter, trugen zu einer stimmungsvollen und angenehmen Atmosphäre bei. 
In einem Ort namens Lennestadt – Kirchveischede, in einem schönen und sehr günstig gelegenem Landhotel Laarmann, wie sich später herausstellte, geführt durch,

 

 

 

Teilnehmer des Treffens vor (und hinter) dem Landhotel Laarman

 

ein deutsch – polnisches Ehepaar, trafen gegen Mittag folgende Personen ein: Frau Ros Lichtenberger – Latoszynski h. Gryf, Herr Miroslaw Gutowski h. Slepowron mit Ehegattin Emanuela und den Töchtern Sarah–Chantal und Rachel–Deborah, Herr Gerd Paul Frh. von Piwkowski h. Kosemczyk mit der Ehegattin Wilma, Herr Peter Nowosielski h. Sas mit der Ehegattin Anna, Herr Peter Ritter von Uleniec Uleniecki h. Przerowa mit Frau Tatjana Werbizkaja–Falkenstein, Frau Mariola Wroblewski geb. Kosobucki h. Pobog und Frau Dr. Renate Glenz, eine gute Freundin der Frau Wroblewski, und Sympathisantin des Polnischen Adelsverbandes.
          Traditionell haben wir uns zum Ziel gesetzt, Vertiefung der bestehenden Bekanntschaften und Freundschaften und auch das Kennenlernen der neuen Mitgliedern und der Sympathisanten des Verbandes. Dies ist oft die einzige Gelegenheit um sich kennen zu lernen und trägt zu Erhaltung der gegenseitigen Beziehungen bei, wenn man die Entfernungen zwischen den Wohnorten der Mitglieder betrachtet. Diese Art des Treffens ergibt auch die Möglichkeit den Anwesenden, sich über die heraldischen, historischen und genealogischen Fragen zu äußern, sich auszutauschen und zu informieren. Man tauscht auch Erfahrungen aus. Wir sollten dabei auch nicht den Aspekt vergessen, dass man sich in der schönen Umgebung des Sauerlandes, auch gut erholen konnte.

 

Frau Tatjana Werbizkaja–Falkenstein,  Herr Peter Ritter v. Uleniec Uleniecki, Frau Ros Lichtenberger-Latoszynski und Frau Wilma Piwkowski

         
          An dieser Stelle verdient das Ehepaar Gutowski die Worte des Dankes für die wieder einmal gute Vorbereitung der Veranstaltung. Sie haben viel Energie und Freizeit aufgeopfert um einen geeigneten und attraktiven Platz zu finden, dafür haben Sie viele Kilometer in der näheren und weiteren Umgebung zurückgelegt. So war es nur möglich alles Organisatorische für diese Veranstaltung zu regeln.

 

 

          Zu einem Programmpunkt des Treffens zählte die Besichtigung der Atta Höhlen, zu denen wir uns nach einem schmackhaften Mittagessen und nach der Einführungsrede des Herrn Miroslaw Gutowski h. Slepowron, als Repräsentant des Polnischen Adelsverbandes auch für Nordrhein – Westfalen, begeben haben.

 

   

 

               

Märchenhafte Aufsichten

 

          Ungewöhnlich interessante und malerische Gesteinsformationen, zusammengesetzt aus Stalagmiten und Stalaktiten, verzückten durch ihr herrliches Aussehen alle anwesenden Teilnehmer des Ausfluges. Der Fremdenführer begleitete uns durch das Labyrinth der Höhlen und machte uns auf die faszinierenden Wunder der    

          Natur aufmerksam. Diese Gesteinsformationen exponierten sich gekonnt, durch die vielfältigen bunten Reflektorenbeleuchtungen. Sie erinnerten uns an manche Gestalten aus den Märchen und Sagen, sahen aus wie alte Burgen und auch,
als würden wir auf gefaltete, hängende Vorhänge schauen. Was zu erwähnen wäre, diese Formationen sind Millionen Jahre alt. Diese Besichtigung der unterirdischen Korridore, wo das ganze Jahr eine Temperatur von + 9° C herrscht, dauerte ca. 40 Min. und endete mit dem Ausgang in die von der Sonne beleuchteten Weite, wo wir auf Anhieb die Burg Schnellenberg erblickten.
          Als die Nachfahren von Rittern, haben wir unsere Stahlpferde in die Richtung der Burg gelenkt, um diese nicht aus strategischen, sondern aus rein touristischen Gründen zu erobern. Dies ist uns auch gut gelungen.

 

Vor den Toren der Burg Schnellenberg

 

          Die Burg im Mittelalter erbaut, mit ihren charakteristischen Mauern und Türmen gehört der Familie von Fürstenberg. Diese Familie zeichnet sich durch Gastfreundlichkeit über die Jahrhunderte aus, was  auch die Innschrift auf dem Burgtor, aus dem Jahr 1599 bezeugt. Diese lautet: „Foris non maneat peregrinus / Ostium meum pateat viatori “ („Sogar Fremder bleib nicht draußen / meine Türe öffnet sich für jeden Durchreisenden“).

 

 

 

          Auf einen durstigen und hungrigen Touristen wartet ein stillvolles Restaurant. Die sorgfältig zugeschnittenen Gewächse spendieren den Gästen die draußen Platz nehmen einen angenehmen Schatten. Die Herren der Burg pflegen ihr Anwesen in dem sie auch durch Vermietung der Räumlichkeiten für Hochzeiten, Seminare und Hotelbetrieb zusätzliche Mittel erwirtschaften. Wir hatten die Möglichkeit solch ein Ereignis ( Hochzeit ) zu beobachten. Die Atmosphäre der Burg regte uns zu plaudern über das Thema Adel an. Jedoch zwischendurch schweiften unsere Blicke in Richtung der Braut und der Hochzeitsgesellschaft, und dies machte es uns schwierig sich auf ein Thema zu konzentrieren.

 

 

Pause im Schatten des Schlosses

 

          Am Abend lenkte uns nichts mehr ab, und nach dem schmackhaften Abendessen, widmeten wir uns den historischen und heraldischen Themen, und tauschten unsere Erfahrungen aus. Als eine gute Idee stellte sich das Mitbringen der verschiedenen Wappenbücher heraus, aus denen wir einige Antworten auf unsere Fragen erhielten. In der lebendigen Diskussion fehlte uns das Wissen und die Erfahrung des Herrn Georg v. Kopetz, der mit seiner Ehegattin Regina nicht anwesend sein konnte, was wir sehr bedauerten.

 

Frau Mariola Wroblewski geb. Kosobucki,  Eheleute Anna und Piotr Nowosielski,
Frau Rachel-Deborah Gutowski, Frau Sarah–Chantal Gutowski und Frau Emanuela Gutowski.

 

 

 

Herr Gerd Paul Frh. v. Piwkowski, Frau Emanuela Gutowski, Frau Mariola Wroblewski geb. Kosobucki und Frau Renate Glenz

          Beim mäßigen Genuss der Getränke hätten wir unsere Dispute bis in den hellen Morgen fortführen können, jedoch stellten wir fest, dass die anderen Restaurantgäste längst nicht mehr da waren, Ferner wollte unser sympathisches Hotelierehepaar, welches sich seit den frühen Morgenstunden um uns liebevoll kümmerte, auch langsam zur Ruhe kommen, deswegen beschlossen wir, wie sich das für unseren Stand ziemt, uns in der Geisterstunde auf unsere Kemenaten zu begeben. Außerdem wartete auf uns in ein paar Stunden eine neue Attraktion. Diese Attraktion, sollte ein Ausflug auf einem Passagierschiff auf dem Biggesee sein.

          Geweckt durch die warmen Sonnenstrahlen und gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück, begaben wir uns, nach der Regulierung der Hotelrechnung und Verabschiedung von den Gastgebern zu einer kleinen Fotosession und anschließend in Richtung der Anlegestelle des Schiffes.

          Während der Fahrt, kam es zu unangenehmen Überraschungen in Form von einer Straßenbaustelle und falscher Beschilderung, das führte dazu, dass wir in zwei Gruppen an verschiedenen Anlegestellen ankamen. Jedoch unsere Instinkte brachten uns zum Glück an der richtigen Stelle wieder zusammen, und so konnten wir gemeinsam auf einem der drei Decks des Passagierschiffes einchecken.

 

Biggesee: Aussicht vom Shiffsdeck

 

Nach kurzer Zeit steuerte der Kapitän das Schiff auf volle See und wir setzten nach Einnahme der Plätze unsere Konversation fort, und genossen die Wärme der Sonne und bewunderten die Schönheit der Landschaft, die sich uns von allen Seiten darstellte.

 

Frau Rachel–Deborah Gutowski, Frau Wilma v. Piwkowski, Frau Tatjana Werbizkaja–Falkenstein und Herr Peter Ritter v. Uleniec Uleniecki

 

          Voll relaxt und ein wenig Träge, verwöhnt durch den sonnigen Sonntagvormittag, stellten wir fest, dass unsere zweistündige Reise zu ende ging, und das Schiff wieder anlegte.

          Nach dem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, kam die Zeit auseinander zu gehen. Noch ein paar kurze Sätze, Verabschiedungsumarmungen, dann nahm jeder von uns den Kurs in Richtung seines Wohnortes. Aber bevor wir uns trennten, beschlossen wir, dass wir uns in der gleichen Runde nächstes Jahr wieder treffen.  

          Schon während der Schiffsfahrt schmiedeten wir Pläne für ein neues Treffen in einigen Monaten, da Herr Miroslaw Gutowski sich schon im Vorfeld damit befasst hat. Dies soll ja höchstwahrscheinlich im Frühjahr stattfinden. Natürlich außer den Teilnehmern, die anwesend waren, würden wir gerne die restlichen Mitglieder und Sympathisanten des Polnischen Adelsverbandes, die in Deutschland leben begrüßen, besonders die Mitglieder, welche aus verschiedenen Gründen diesmal nicht dabei sein konnten. Die Organisatoren hoffen, dass die Anzahl der Teilnehmer anwächst und die verschiedenen Hindernisse, wie z. B. weite Entfernungen, andere Termine nicht im Wege stehen werden, und mit Gottes Hilfe finden wir uns glücklich zusammen.

          Abschließend habe ich das Bedürfnis mich bei allen Teilnehmern sehr herzlich zu bedanken, für ihre Gesellschaft und die außergewöhnliche Atmosphäre, zu der Sie durch ihre Teilnahme beigetragen haben. 

Piotr Nowosielski Wp. Sas
Übersetzung ins Deutsche: Miroslaw Gutowski Wp. Slepowron

 

Hauptseite

16 XII 2006